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Sonntagsgedicht die erste

Hatte ich euch nicht versprochen Gedichte, die ich besonders mag, aufzuschreiben? Natürlich vergessen ...so möchte ich heute darauf zurückkommen. Eben habe ich meine Mappe hervorgeholt, in der ich einige gesammelt habe. Die Mappe stammt noch aus den Zeiten, als ich Mitglied eines kleinen Literaturkreises in unserem Provinzstädtchen war. Wir trafen uns einmal im Moment um über Gelesenes zu reden und zu Beginn eines jeden Abends stand ein Gedicht im Mittelpunkt der Besprechung. Dann entschloss ich mich wieder ganztags zu arbeiten und auch die Schule stellte auf Ganztagsbetrieb um, da blieb wenig Zeit für anspruchsvolle Literatur.
Seither stricke ich wieder mit Begeisterung, denn beim Stricken bleibt der Kopf frei und die Gedanken schweifen...

Die Mappe ist dick, aber ich nehme gleich das erste:

Bertolt Brecht

Vergnügungen

Der erste Blick aus dem Fenster am Morgen
Das wiedergefundene Buch
Begeisterte Gesichter
Schnee, der Wechsel der Jahreszeiten
Die Zeitung
Der Hund
Die Dialektik
Duschen, Schwimmen
Alte Musik
Bequeme Schuhe
Begreifen
Neue Musik
Schreiben, Pflanzen

Der Hund fehlt mir und mit der Dialektik habe ich es auch nicht so, dazu fällt mir Ying und Yang ein oder die beiden Seiten einer Medaille...Schreiben ist modernerweise natürlich bloggen, aber das kannte Herr Brecht ja noch nicht...
Es lenkt den Blick auf die Kleinigkeiten, die scheinbar unwichtigen Dinge des Lebens...

Ich wünsche euch einen entspannten Sonntagabend

Eure Augusta

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