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Samstag, 24. September 2016

Septembergarten


Auch wenn es in unserem Garten keine Früchte gibt, fällt mir dazu Rilkes Herbstgedicht ein

Herr es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiel den letzten Früchten voll zu sein,
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Aus: das Buch der Bilder von Rainer Maria Rilke


Es ist Zeit 
fürwahr

Ich hoffe, ihr habt ein Haus und seid nicht allein!

meint Augusta

Kommentare:

  1. Du hast Recht - auch wenn wir noch ein paar herrliche spätsommerliche Tage genießen dürfen, der Herbst ist unübersehbar. Auch den werden wir hoffentlich genießen :-)
    LG Judy

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  2. das werden wir bestimmt, liebe Judy! Der Herbst hat auch sehr schöne Seiten! Mindestens das Stricken macht wieder Spaß, oder ?

    LG Augusta

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